„Zeige mir dein Ohr und ich kann dir sagen, woher du kommst
und wohin dein Weg dich führen wird.“

Das bedeutet, ich habe in der Ausbildung gelernt, das „Ohr zu lesen“,
im Ohr die persönliche Lebensgeschichte des Patienten zu erkennen,,
zu verstehen, um die Ohrakupunkturpunkte genau bestimmen zu können.
So können seelische und psychische Bedingungen, die sich in körperlichen Leiden manifestieren,
erkannt und mittels der Ohrakupunktur behandelt werden.
Rudolf Steiner hat zu seiner Zeit eine interessante Übersetzung zum Ohr gegeben:
„Das Ohr“, so schreibt er,“ ist ein Bild vergangener Erdenleben,
zeigt Begabungen und Schwächen, die man von Geburt an mitbringt.
Das Ohr ist das einzige physiognomisch wichtige Organ, das sich von Geburt an kaum verändert.“

Das äußere Ohr ist nicht nur wichtig in seiner physiognomischen Bedeutung,
es kann auch herangezogen werden für die Aussagen vom Zusammenspiel der „Dreiteilung“ von
Kopf,
der Körpermitte
und dem unteren Teil des Menschen.
Im oberen Teil des Ohres findet man die Anlage für das
Nerven-Sinnesystem, die Kraft der Wahrnehmung, der Vorstellung und des Denkens.
Im mittleren Abschnitt des äußeren Ohres finden sich die Kräfte von
Atmung, der Blutzirkulation und den sensitiven Reizen.
Der untere Teil des Ohres (Ohrläppchen) weist auf die Kräfte des „Wollens“ hin und gibt Erkenntnisse über den Stoffwechsel.